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Coexist

Ein Workshopangebot zur Demokratiebildung, Integration und Radikalisierungsprävention an Schulen. Hervorgegangen aus dem Workshopprojekt „Dein Gott, mein Gott, kein Gott“ der Brücke-Köprü in Nürnberg bietet nun Coexist unter der Trägerschaft von We-Integrate e.V den Workshop „Dein Gott, mein Gott, kein Gott“ an allen Schularten ab der 7. Klasse incl. Berufsschulen an.

In dem Workshop werden die teilnehmenden Schüler*Innen anhand des Themas „religiöse Identität“durch ein gemischt religiöses Team dazu bewegt, sich mit ihrer eigenen Identität auseinanderzusetzen.

Durch die Konfrontation mit anderen Identitätsentwürfen und durch eine gegenseitige Würdigung sollen die Teilnehmenden dazu angeregt werden, eine offene und tolerante Haltung zu entwickeln. Neben der Vermittlung von wesentlichen Teilen einer Demokratiebildung soll durch eine aus dem Workshop entstehende offene und akzeptierende Haltung anderen gegenüber eine gelingende Integration von Zuziehenden unterstützt werden. Darüber hinaus wird durch ein positives Bewusstwerden der eigenen Identität einer möglichen Radikalisierung in welcher Richtung auch immer entgegengewirkt.

Insbesondere seit 2015 sieht sich Deutschland einer großen Zahl von Zuwandernden gegenüber, die nun in die deutsche Gesellschaft integriert werde sollen.

Für eine erfolgreiche Integration ist eine offene und akzeptierende Haltung dem Anderen, Fremden gegenüber notwendig; nicht nur bei den Zuziehenden, sondern auch in der Aufnahmegesellschaft. Nur wenn diese den Neuankommenden in ihren anderen Indentitätsentwürfen in einer offenen und würdigenden Haltung entgegen tritt, wird eine erfolgreiche Integration gelingen. Und umgekehrt, nur wenn die Zuziehenden offen der ihnen fremden Kultur entgegen treten, wird es möglich sein, diese in sie zu integrieren.

Hier setzt der Workshop an, der sich gleichermaßen an schon länger hier lebende Schüler*Innen als auch an neu hierher gekommene richtet. Durch das Klären der Fragen nach dem „Wer bin ich?“ und „Wo komme ich her?“ in gegenseitigem Respekt und ohne Vorurteile soll die gegenseitige Akzeptanz gestärkt werden und die Basis für eine gelingende Integration gelegt werden. Dabei werden zentrale Punkte einer Demokratiebildung wie die Stärkung der Resilienz und die eigene Verortung in einer pluralen Welt und der damit verbunden Toleranz anderen Identitätsentwürfen gegenüber erreicht; auch dies letztendlich Voraussetzung für eine gelungene Integration.

Durch das Bewusstwerden der eigenen Identität und das sichtbar werden von genauso berechtigten, anderen Indentitätsentwürfen wird letztendlich auch einer möglichen Radikalisierung in welcher Richtung auch immer vorgebeugt. So wird das Entstehen von Feindbildern vermieden, auch das ein wichtiger Faktor für eine gelingende Integration.

Der Workshop geht über 2 Mal 90 Minuten.

Er wurde seit Juli 2017 (Stand Januar 2020) insgesamt 85 Mal in Mittel- und Berufsschulen sowie an Gymnasien durchgeführt, von der 7. Klasse bis zur Abschlussklasse der Berufsschule und in Integrationsklassen. Er stieß dabei stets bei den Lehrkräften und bei Schüler*innen auf positive Resonanz, insbesondere da eine geschützter Raum geschaffen wird, um über Themen (religiöse, spirituelle Identität) zu sprechen, die alle betreffen, für die aber sonst oft der Raum fehlt. Diese Möglichkeit wird von den SchülerInnen in der Regel aktiv angenommen.

Mitarbeiter des Workshops

Die Teamer des Workshops sind zwischen 20 und 35 Jahre, männlich und weiblich und gehören verschiedenen Religionen (überwiegend islam. und christl.) an, bzw. sind selbst nicht religiös, erachten aber Religion als möglichen wichtigen Bestandteil von Identität. Die meisten von uns studieren noch, oder befinden sich einer Übergangsphase zw. Studium, Promotion und/oder dem Arbeitsleben. Dabei haben wir sehr unterschiedliche Biographien. Ein kurzer Steckbrief der einzelnen Teamer soll hier in Kürze folge.

Zukunft des Projekts

Wir freuen uns, dass die nächsten 10 Workshops in Erlangen und Umgebung finanziell durch den Fördertopf Demokratie Leben gefördert werden, wenn sich Schulen trotz der derzeitigen Umstellung, auf einen Workshop einlassen.

Da die starke Resonanz der beteiligten Akteure (Schüler*Innen, Lehrer*Innen und

Jugendsozialarbeiter*Innen) uns ein großes Interesse an dem Workshop zeigt, soll das Angebot

fortbestehen. Dies ist jedoch in dem bestehenden Modell (Finanzierung der Hintergrundarbeit durch Überschüsse aus den Workshops) nicht möglich, da die anfallende, nötige Arbeit die so mögliche Finanzierung bei weitem übersteigt. Daher sollen nun unter Trägerschaft von We-Integrate e.V. für den Zeitraum 2021/22 zwei feste Stellen geschaffen werden, um den Workshop weiterhin anbieten zu können. Diese beiden Stellen sollen die Durchführung der Workshops gewährleisten, die Teamer*Innen ausbilden und betreuen sowie Kooperationen ausbauen

und vertiefen und Folgeangebote entwickeln.

Dabei wird für die Kalenderjahre 2021/22 von einem gesamt Finanzbedarf von rund 207.654 €

ausgegangen (incl. Kosten für Miete, Büro u. Sachbedarf sowie die Honorare für die Teamer*Innen).

Mit dem Projekt „Coexist- Workshops zur Integration, Demokratiebildung und

Radikalisierungsprävention“ mit 2 Planstellen soll im Januar 2021 begonnen werden.

Auch hier sind wir für bereitzustellende Eigenmittel auf Ihre Spende angewiesen. Unterstützen Sie coexist!

Hauptverantwortlicher Ansprechpartner: Markus Hirsch

Kontakt: coexist@we-integrate.de

Mehr Informationen unter: https://coexist-nbg.org/